Humor

Dassich-wundern und der Zustand des Humors sind sich in ihrer Substanz sehr nahe.

Der Humor befreit dich von deiner Begrenztheit und deiner übertriebenen Selbstachtung

und dadurch erlaubt es dir dich zu wundern.
Es ist nicht unbedingt das Lachen was den Humor ausmacht. 

Etwas unendlich-kosmisches ist im Humor immer zu ahnen. Als ob das Bewusstsein dich und deine gegenwärtige Situation aus einem fremden Sein betrachtet. 

Irgendwan im Verlaufe des Lebens sammeln sich im UNterbewusstsein verschiedene fremde Stimmungen, ideen und Anschaungen. Diese entstehen durch die Kommunikation mit symphatischen und unsympathischen Menschen. Dadurch bildet sich im Geiste eine gespaltene Anschaungsweise…der Mensch denkt mit hundert hirnen und kann sich nur schwer entscheiden. NUr ein sehr starker Geist der weis war er will und wie es erreichen will, der eine klare Weltanschaung hat und diese durch praktische Erfahrungen auch bestätigen konnte kann diesem mentalen hundert-kopf-gelabber widerstehen.

Durch den Humor kann sich der Kopfbeladene vom geistigen Müll befreien; er muss nur das kosmische 

Lachen zulassen.

Er wird feststellen das nur wenig von den Köpfen ihm je wirklich eine Hilfe waren und an dem Punkt

wo er sich bewusst wird das alle diese Köpfe er selber durch seine Vorstelungskraft geschaffen hat 

und das er sich sozusagen selber im Wege stand…ab da beginnt sein kosmisches Lachen.
Der kranke Ernst als Gegensatz versucht verkrampft (mal übertreibt er sich in seiner Selbstachtung

mal fällt er in den Minderwert) etwas zu erzwingen wo er ein funken Wert, Wahrheit oder Gut ahnt.

Er handelt rein nach den zufällig gefunden Axiomen des Lebens und verliert seinen Odem.

Außerdem übertreibt der Zweckgedanke den leichten Spass.


Bin ein flammder geist

wandere selten auf der stille

ein zeichnender, schreibender wille

hinein-schlagend auf eigene haut

die symbole, wörter und zeichen

auf mich selber lege ich ideen

entschlüssele mich du fremdes leben

auf meinem warten schlafe ich kaum

in den bergen der morgenluft atme 

einen seidenen winter erwarte, ahne den raum

vereine mich irgendwo weiter weg

entschlüssele mich wanderung der weisheit

im wald werfe ich steine, horche dem abgrund

der abgang in mir schneidet in büchern

in einem tunnel wachse ich schnell

hemme das fallen, zerstöre das kommen

durch die falsche stille zur macht

ich bin ein getriebener morgensandfahrer

aus meinen händen schlagen sich nebel hinauf

die schatten der freien von unten schweben

ein zeichnender schreiender wille vergräbt mich

entschwere mich du geheimes licht im lächeln

beschaue mich du bündelnde kraft in der gegenwart

Urteil

Worte sind dein Urteil

Urwelt was schweigst du?

All-Ort ist mein Teil

Nachtzelt was verbirgst du?

Worte sind dein Verlust

Urwelt was schweigst du?

Wir schreien als Lust!

All-Ort bringt Durst

Ahn-Held was besiegst du?

Worte sind dein Kerker

Urwelt was fliehst du?

All-Ort – Urherz

Siehst du dein Schatten?

…bin erschöpft von ertasten

—im dunklen zu raten

Worte sind Zeichen

Urwelt – spiel mit uns leichter

ins dunkle wir weichen

Urwelt – sprich zu uns

seichter!

Abgrund



Davor war alles Gesetz. Vielleicht mit Abgrund versetzt. Wir durchzogen die Höllen – befreiten uns täglich vom dunklen Netz. Wir führten und wurden entführt. Ins leere verführt. Wir Fischer des Einen. Blitzt Meere, verrührt und entschwebt. Sohn mein Sohn kleiner du fängst. Höher du bindest reines treues Selbst. Ein Frühling bricht er von euren Brücken. 

Ein Zeichnen springt von fremden Zahlen. 
Wein seichter ringt zum Malen.
Ein Richter trennt die Alte Führung.
Versuch nach Berührung?
Der Umgebung begegnen. Kontakt. Wir fallen. Versagt. Wir schweigen. Wir dienen in leeren Hallen. Vergeuden die Gaben. Sie finden und legen.
Eingebunden wie Regen. Das Werk weht Hände zu Händen. Umarme und Wärme. Seelen in Kälte verwesen. Seht Länder an Länder fügen die letzten Ränder. Der Kreis wird sich schliesen. Der Wissende kam zu späht mit seinen Notizen. Die Treuen blieben der Treue nur treu. Die Frommen formten nur Ichglanz, nur Heu. Meister ruft: Wer wagt mich über alles Ich und Licht? Wer wirft sich ins Nichts und stirbt wie Donner nach Blitz? Wer spielt, verführt, singt, kämpft, weint und schreit nach Dir? Erde Fester Abschied. Immer einfacher. Glut in Zeichen. Demut wird nicht weichen.
Flügel Keimen aus Leiden
Wer wagt es den Höchsten zu meiden?!
Seine Schritte in der Nacht,
seine Ohren bei der Wacht?
Wer ahnt die Krone der Kraft? 
Die Fülle dramatischer Pracht – 
Die Leichtigkeit unbezwingbarer Macht? !
Wer siegt in allem durch Wort?
Der Absolute begeht an sich selber den Mord.
Wer trägt seine Tränen zu jedem Ort?
Trifft ihn Sehnsucht und Zorn
Verliert sich im Dienen, 
opfert auch noch sein finden?!
Wer wagt wider dem Höchsten? 
Wem ist er am nächsten? 
Wem spricht er in Welten? 
Dort.Hier schweigt 
Bleibt. Seid. Für ihn ein Fest sein.
Verliert ihn im Testen
Gewinnt ihn im Verlust seiner Reste.
Gleicht heute dem Löwen
Morgen dem Adler?
Brich die Grenze
Brich die Gesetze
Verspiel noch dein Letztes 
Nie war ich dir jenes Geschenktes 

Vorhersehbares 

​​Der Anfang kann es nicht sein. Nie. Vorbereitung ist auch eine Motivation. Aus dem Stegreif zu handeln – mit dem wahnbrüchigen Konzept der Jetztheit. Diese Einheit aus einem klaren Jetzt beginnt sich irgendwie unzufrieden in alle mentale Räume, Erinnungen und auch in noch-nicht-erscheinbarem zu entfalten. Mir erahnt sich ein Gedicht. Das ich damals nicht verstehen konnte. Ich wollte alles haben. Es war keine weise Gier. Eine rebellische und auch verschwenderische. Jenes erschien mir im Traum. Wir waren heimlich da –  an einem zukünftigen Ort. Die Architektur war futuristisch. Doch ich verstand nichts. Weil ich vieles nicht begreifen kann – denn es ist zu nah. Wenn man greifen kann. Man kann es höchstens perspektivistisch erfassen Iteressant ist es, wenn man sich hinein drückt – in den Panzer, in die Seele, in das eigene Gift. Interessant weil man endlich sieht und schließlich schnell flieht. Weil es nicht endgültig ist. Man schaut nach innen mit der selben kranken Handlungslinie wie wenn man in ein Kaufhaus rein schaut. Was ist es das wert ist gekauft zu werden. Dieses Gift was einen süchitg macht. Das-für-etwas-leiden-müssen  macht uns irrsinnig und gleichzeitig zu idealen Automaten. 
Das Vorhersehbare ist mir verdächtig. Jede Philosophie oder Geistesrichtung die sich durch alles und jedes vorausblickend rechtfertigt ist mir nie als etwas „eigentliches“ erstrebenswertes erschienen. In Zeiten der Unsicherheit haben mich solche Systeme geistig blind gemacht. Begriffe die Begriffe begreifen reifen rein im Schein!

Ur-notwenigkeit

Die Ur-notwenigkeit die sich von spontanen Abenteuern ernährt, keimt aus allen Gründen empor. Mal ist es Ablenkung, Vision oder Verführung. Doch es ruft die Ferne, die Weite und das Unbekannte.
Literatur und Lyrik. Alltag und Bekanntes werden wie störendes empfunden. Etwas, was sich dem Werden entzieht. Vielleicht sind es rudimentäre menschliche Kräfte die jeden stürmenden Geist plagen. Eine Wildheit wird abgelehnt. Seine Taten verurteilt. Sein Wesen missdeutet.
Doch keine Flamme erlischt, wenn sie Luft zum atmen hat. So bricht der Wanderer immer wieder aufs neue seine Grenzen durch einen eigenartigen Impuls. Ihm ist alles möglich. Das ist sein Dilemma. Sein Leid und seine Freude.
Seismographisch erfühlt er die Welt und ihn befriedigt nie nur das reagieren. Es will überwunden werden oder ganz verneint.
Solche verstehen: die Masse muss irren damit sie irregeileitet oder geleitet ( regiert) werden kann.
Schaut ein solcher Typus zu lange nach innen, werden in ihm ununterbrochen neue Qualitäten wach die er in der kargen Umwelt nicht sofort einsetzen kann. Im Schöpfertum sieht er die einzige Möglichkeit solches -wenigstens abstrakt – zu manifestieren.

Netzwerk von Entscheidungen

Mir fallen sie ein. Vor dir stehe ich. Ein gesicht. ein Schauspiel. Überall ein Netzwerk von Entscheidungen. Eine Antwort gibt mir wärme: Schöpfer Sein. Eine Antwort gibt mir Hoffnung: Zerstörer Sein. Eine Antwort gibt mir die Freiheit: Erhalter und Unberührter Sein!

Wie Zweige. Rote Substanz. In die Berge. Auf ihnen werde ich nach unten schauen. Lange. So lange es geht. Mich berühren keine silhouetten mehr. Keine Illussionen. Der Geniale Spieler muss weiter gehen. Die WEge riechen zu intensiv – ja ein wenig weiter hinter den Bergen – nach gebrochenen Leben. Unereichtes sollte manchmal unerreichbar bleiben…die Sehnsucht hat mich gefasst. Keine Notwendigkeit mehr, das zu tun was ich nicht tun kann: versuche das Überleben mit künstlichem Licht zu verschönern. Gebe mir Wahrhaftigkeit und einen Schlag ins Zentrum meiner Rationalität.

Kleinigkeiten realisieren

Eine Kleinigkeit denken und weiter ziehen. Träumer, Vergessender, Alpvertreiber. Unter mir die graue Weg-Erde. Bewegung ist ein Motiv der Leichtigkeit. Mehrere Schichten aus Sphärenblau – dünn wie die Eisdecke eines frischen Herbstdämmermorgens. Unsere Augen sind nie Quantitätsorgane gewesen. Blind schleudert der Geist im Körper herum. Mach mir das Holz warm. Wir haben Hunger.

Kerzenlicht wölbt die Luft schräg zum Fenster. Summende Tiere überall im Wald. Bald sollte jemand sammeln. Bald!

Festung in der organischen runden Form. Die orangenen Mönche weben eine Leinwand. Du musst sie nicht bemalen. Mit stacheligen Pinseln zerkratzen sie das Gewebe. Dadurch entsteht eine Struktur, Muster – Farbenwelt.

Überall Problemlöser und Problemmacher. Das System des schwarzen Geldscheins. Leicht passen sich Geister an. Wolle für lau, Grünspann auf deinen Zähnen und Lösungsmittel in die Augen. Verneinung, Zerstörung, Umwege und Katastrophen. Alles glitzert. Kettenreaktion einer Emotional-Katastrophe.

Turbinen werden warm geheizt, damit die Schnelligkeit nicht quitscht. Das eisen wird überall sein. Die Sonne klettert hin und her. Feuerlampen damals – kalte Augen überall heute. Leuchtreclamen, Werbung, Astralwürmer saugen deine Seelenkräfte, alles gebrandmarkt…wie lustig lachen die stummen.

 

Ich schraube eine eiserne Tür weg und springe in den kalten Ozean. Überall nur Wasser, Salz und feuchte kühle Eiseninseln.

In einer feinen mechanischen Eisenwelt hinterlasse ich die trugbilder – bewegung genannt!? Leicht hat es der Fortschreitende. Irrsinn überfällt den Wiederholer. Alles bei seinem wahren Namen nennen – und wenn es nicht benennbar ist…macht es dich neugierig. Denn wenn es be-leb-bar ist – hast du die Leichtigkeit!?

Eine Kleinigkeit realisieren und weiter sich im unerwarteten manifestieren!

 

Endspiel aller Rebellion

Man zersplittert und löst sich erleichtert im ursprünglichen Absoluten auf; denn man erkennt dass das Absolute alle Wirklichkeiten und Möglichkeiten in sich besitzt und die Essenz alles Seienden ist. So schließt man daraus das auch unsere Seele, ich oder wie wir es nennen, im absoluten verankert ist. Strebt man nur nach Selbsterkenntnis bekommt man nur benutzte Masken von gierigen Nihilisten…die eh nur sich und sonst nichts anderes akzeptieren, mit dem Ziel nach mehr Eindruck im äußeren…da innen jede innerliche Erfahrung kaum möglich ist kompensieren Sie diesen Mangel in der äußeren alltäglichen Welt aus. Sie wollen wirken und gleichzeitig fern von allem bleiben…meistens glauben Sie im Grunde an nichts.
Oder wie rimbaud sagte: ich, ist ein anderer!
Das heißt unser tatsächliches Wesen drückt sich nur durch das andere aus. Vielleicht mit dem Motiv nach Befreiung…oder instinktives drängen nach vergeistigung?!
Wenn man aber direkt nach dem ursprünglichen Quell alles Seins sucht kommt man zu der seltsamen Erfahrung und dem Verständnis das man sich ganz lassen muss, um überhaupt eine Ahnung vom Absoluten zu bekommen. Weiterhin ahnt man die große Veränderung die daraus erfolgen wird. Man wird für den Bruchteil einer ewigen Sekunde Beobachter des ganzen traurigen Spiels und versucht pausenlos dieses Leiden und verzweifeln zu wecken. Denn genau hier und jetzt findet etwas statt was von kosmischer Bedeutung für alle Wesen ist.
Man ahnt die große Verantwortung und Tragweite der Verwirklichung des Absoluten. Allein die Tatsache das zu einem die Idee des absoluten irgendwie durch Ideen, Kanäle, Klang und Formen durchgedrungen ist bedeutet dass das absolute mit dir Kontakt erstellt hat…Du wirst schockiert von etwas was jenseits alles erfahrenen ist. Und doch erwacht eine absichtslose Kraft die alles schweigend duldet und mitfühlend zur Erlösung ermuntert. Nichts und Niemand verwehrt es. In jedem und allem ahnt und sucht es die Offenbarung des Einen Vollendeten. Freundlich und Vorsichtig ruft es dich in der Stille. Niemals würde es sich aufdrängen. Weil es nur seiner Natur nach ein Gebendes fließen ist. Hast du zu diesem Quell Zugang gefunden musst du ihn vergessen weil du durch dein denken an dieses deine Wünsche verstärkt. Wünsche führen zu einer falsch eingestellten Kraftrichtung. Von Außen nach innen arbeitet die Wirklichkeit. Doch eigentlich…sollte die Richtung von innen nach außen laufen. Das was innerlich vorhanden ist, will sich im außen realisieren. Nicht als Zwang, sondern als Herzenslust. Man strebt nach Wirklichkeit im fremden unwirklichen durch die Methoden des unwirklichen Allgemeinen durch. Immer wieder stößt man Grenzen die scheinbar unendlich sind. Man fühlt sich betrogen und allein gelassen von allen Wesen, Freunden und nahen und überhaupt von allem göttlichen. Endlich schaut man von anderen Elementen weg und sucht das Problem bei sich. Man entdeckt irgendwann schockiert das man sich selber vermeidet. In jedem Gedanken drückt sich eine Flucht des Selbst aus. Es sucht verzweifelt nach sich. Wir ersticken bei dem Drang nach Befreiung. Und doch werden wir plötzlich immer und wieder abgelenkt. Die Äußere Welt da draußen hat uns gepackt. Stirn an Stirn widersteht man der Alltagswelt…alles aber nicht das gewöhnliche…ist unser Motiv. Aus fluchttrieb? Aus Vermeidung der großen Verantwortung?! Was sind wir wirklich?
Schlafende und Träge selbstrechtfertigende Wartende?!
Wir wissen das wir weiter gehen müssen aber wir wissen nicht wohin wo und wie. Deswegen bleiben wir stehen. Haben Angst vor falschen Entscheidungen, vor falschen Menschen und falschen Situationen. Wir lassen die natürliche Bewegung des kosmischen Körpers nicht zu weil wir z.b. gekränkt, besiegt und verlassen sind und die echte Konfrontation mit dem gegenüber vermeiden. Man schützt sich selbst vor der Wirklichkeit und umgeht damit die Chance nach Teilnahme. Und nur wenn man am Kosmischen Spiel teilnimmt erlangt man das Glück. Durch eine totale opferung alles was man hat, ist und kann an die Ewige Schöpferische Kraft gibt man der Urquelle eine gnadenvolle Gelegenheit in der Schöpfung direkte Impulse zu geben. Und doch ist alles bisher dargestellte ein sinnloses umkreisen einer nicht definierbaren Sache. Es muss in der begrenzten Welt als ein absurdum und Unmögliches erscheinen. Da es hier von allem höheren bewusstsein flieht und Angst hat. Angst ist eine sich manifestierende Annahme das ich als epizentrum durch bestimmte Missgeschicke vernichtet oder ersetzt werde. Deswegen die verbreitete Panik vor Gott oder etwas höherem Bewusstsein…denn man fürchtet das Urteil oder das man ersetzt wird…da.man selber schon beobachtet das man keinen Schritt weiter im spirituellen Bereich kommt.
Erst die universelle Akzeptanz alles vorhandenen, großen und kleinen, guten und bösen, angenehmen und unangenehm…kann den Nährboden für eine Befreiung bereit machen.
Dieser Zustand kommt plötzlich und in einer gewöhnlichen Stunde. Erweitert man die Stärke der Aufmerksamkeit hört man die Wirklichkeit am herzglass kratzen. Sinnbildlich.

Rebellion beginnt im inneren Exodus

Alles ist möglich. Diese Position ist verführerisch. Das heist sie macht krank. Das was getan werden will wird einfach getan. In einem schleierhaften Universalismus wird der Drang nach der Vielmöglichkeit wie von innen erpresst. Bist du mutig genug das Verbotene zu tun? Jeden Abend schaue ich aus diesem Fenster in die Stadt herunter. Lauter bunte Ganzkörpermasken mit immer wiederkehrenden Automatismen. Hinten in der Ecke ein Stuhl. Dort neben einem Berg Papiere unzählige Kaffeetassen. Das Zimmer ist sonst nackt. Die Tapetten habe ich grob von der Wand weg gekratzt. Es riecht nach einem Raum den kurz davor eine gesellige Runde besucht hatte und nun…ist alles erwartend still; doch es gibt nichts zu erwarten. Für mehrere Monate ist diese kleine Wohnung mein Universum. Dankbar bin ich für die kühle Einsamkeit dieser dumpfgrauen kleinen Welt. Kein Telefon. Kein Fernsehen. Nicht mal Strom. Kerze. Papier und Leinwände. Farben und lauter Materialien für das Malen. Nur Ich und das Malen. Ich bin der Beginn und ein Noch-nicht-ich-bin ist das Ende. Oft ist das was wir werden vorrausehbar, berechenbar…mechanisch. Weil all unser Ich-system nur eine Abfolge von Reaktionen ist. Wisse die Umwelt und du misst die Innenwelt. Diese Umwelt wurde zur Unwelt. So ist es bei mir…geworden, langsam ist diese Umwelt zur Unwelt gefroren. Nicht nur das. Die UNwelt hat keinen Bezug zu mir. Sie stellt nicht mal Fragen oder versucht an mich heranzukommen. Es geht alles ganz schnell: sie tastet sich kurz an deinen Handlungen oder Systemwerten ab. Kurz. Digital? Dann bist du wie nicht vorhanden. Denn ich funktioniere nicht.